Projekte 2016

Junge Kantorei Januar 2016
Junge Kantorei im Januar 2016

 
  • Dvořák – Messe D-Dur & Janáček - Otče náš (Vaterunser)
  • Frank Martin - Golgotha
  • Chorreise Ukraine & Moldawien
  • Erste Freiburger Chornacht – 24. Juni
  • Joseph Haydn – Die Schöpfung
  • Ariel Ramírez - Misa Criolla & Navidad Nuestra
 

Dvořák – Messe D-Dur & Janáček - Otče náš (Vaterunser)

Plakat Dvorak

Im Wintersemester 2015/16 hat die Junge Kantorei zum einen Dvořáks Messe in D-Dur (op. 86) erarbeitet. Das Werk bietet sich zur Aufführung mit Orgelbegleitung an und lädt wie schon das a-cappella-Programm im Sommer zu einer sorgfältigen gestalterischen Ausarbeitung der Chorpartien ein.

Die 1887 entstandene Messe folgt in Aufbau und Einzelmerkmalen traditioneller Konvention, weist aber zugleich prägnante Züge der böhmischen Spätromantik auf: einerseits werden harmonische und dynamische Möglichkeiten bis in die Extreme genutzt, andererseits bedient sich der Komponist wie in vielen seiner Werke volkstümlicher Anklänge, die viele Melodien unmittelbar eingängig machen.

Abgerundet wurde das Konzertprogramm zum anderen durch das Vaterunser von Leoš Janáček (1901), der ein Freund des gut ein Jahrzehnt älteren Dvořák war und unter dessen Vokalwerken mehrere geistliche Stücke sind. Otče náš ist für eine Besetzung mit Tenor, Chor, Orgel und Harfe geschrieben.

Mitwirkende:

Marlene Esser – Sopran
Johanna Rademacher – Alt
Wolfram Wittekind – Tenor
Johannes Happel – Bass

Siglind Schneider – Harfe
Christian Drengk – Orgel

Aufführungen:

  • Universitätskirche Freiburg: Freitag, 22. Januar 2016 um 20 Uhr
  • Heiliggeistkirche Heidelberg: Samstag, 23. Januar 2016 um 18.15 Uhr

Materialien:

Frank Martin - Golgotha

Zu Ostern haben zudem einige Sängerinnen und Sänger als Zusatzprojekt die Heidelberger Studentenkantorei beim großen modernen Osteroratorium „Golgotha“ von Frank Martin (1949) unterstützt. Näheres unter www.studentenkantorei.de.

Chorreise Ukraine & Moldawien

In der Pfingstwoche (14.–22. Mai) hat es wieder einmal eine Chorreise gegeben, die uns gemeinsam mit der Heidelberger Studentenkantorei in Freiburgs Partnerstadt Lviv/Lemberg, nach Odessa und Chisinau geführt hat.

Kern des Konzertprogramms war die Messe D-Dur von Antonín Dvořák, die die Junge Kantorei im Januar auch in Deutschland aufgeführt hatte. Hinzu kamen auf der Reise Felix Mendelssohn Bartholdys „Hymnus“ und „Mirjams Siegesgesang (D 942, mit Solosopran)“ von Franz Schubert.

Den Auftakt zur Reise bildete ein Konzert (Plakat) und die musikalische Umrahmung des Pfingstgottesdiensts in Heidelberg.

Mehr zur Reise ist im Reisebericht zu erfahren.

Erste Freiburger Chornacht – 24. Juni

Logo Chornacht

Die Junge Kantorei hat bei der 1. Freiburger Chornacht mitgewirkt, die am Freitag, 24. Juni ab 19 Uhr stattgefunden hat.

Fünfzehn verschiedene Chöre traten mit einem etwa halbstündigen Kurzprogramm abwechselnd an drei Spielorten in der Freiburger Innenstadt auf, zu Beginn und zum Abschluss wurden auf dem Rathausplatz von allen Chören einige Stücke gemeinsam gesungen – vielfältige Eindrücke waren den Besuchern sicher!

Die Junge Kantorei hat ein a-cappella-Programm mit sommerlichen Liedern präsentiert, darunter schwedische Stücke und solche der deutschen Romantik.

Näheres findet sich unter www.freiburger-chornacht.de, auch die Online-Ausgabe der Badischen Zeitung hat einen Bericht zu dem Abend veröffentlicht.

Materialien:

Joseph Haydn – Die Schöpfung

Plakat Schoepfung

Im Sommersemester 2016 hat die Junge Kantorei in Kooperation mit der Heidelberger Studentenkantorei „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn (1799) erarbeitet.

Mit dem Oratorium „Die Schöpfung“ hat Joseph Haydn (1732–1809) eines seiner eindrücklichsten Werke geschaffen. Das 1798 uraufgeführte Stück ist für seine Epoche mit großem Orchester besetzt und Solisten wie der Chor erzählen in teils monumentalen Passagen die Geschichte von der Erschaffung der Welt. Haydns Komposition nimmt die starke musikalische Sprache Händels als Inspiration und verbindet sie auf gelungene Weise mit jener der voll entwickelten Wiener Klassik.

Das Konzert in Heidelberg bot zudem Gelegenheit für die Uraufführung von „Schöpfung aus Geist“, einer Komposition von Jan Wilke für Harfe, Schlagzeug und Orgel. Die Abschnitte des Stücks erklangen zwischen den drei Werkteilen der Schöpfung.

Mitwirkende:

Marlene Esser - Sopran
Wolfram Wittekind - Tenor
Johannes Happel - Bass

Kammerphilharmonie Mannheim

Aufführungen:

  • Freiburg: Herz-Jesu-Kirche (Stühlinger) am Freitag, 8. Juli um 20.15 Uhr
  • Heidelberg: Heiliggeistkirche am Samstag, 9. Juli um 18.15 Uhr

Materialien:

Ariel Ramírez – Misa Criolla & Navidad Nuestra

Plakat Ramirez

Im Herbst 2016 erarbeitet die Junge Kantorei die beiden bekanntesten Werke des argentinischen Komponisten Ariel Ramírez. Die Misa Criolla („kreolische Messe“) entstand 1963/1964 und vertont die Hauptstücke der Messe (Kyrie/Gloria/Credo/Sanctus/Agnus Dei) in spanischer Sprache. Das ist insofern bemerkenswert, als das Stück noch während des Zweiten Vatikanischen Konzils entstand, das erst den Weg für eine Feier der katholischen Messe in der jeweiligen Landessprache eröffnete.

Die Vertonung von Ramírez greift zudem stark auf die volkstümliche Musik Südamerikas zurück. Dadurch wurde seine Messe regional rasch bekannt und fand auch internationale Verbreitung. Das Werk ist besetzt mit zwei Solo-Tenören, Chor, Schlagzeug, Klavier und verschiedenen in den Anden gebräuchlichen Instrumenten. Die Junge Kantorei hat die Misa Criolla früher bereits aufgeführt (s. Projekte 1998-2002 bzw. Projekte 2009).

Daneben steht als zweites Werk „Navidad Nuestra“, das die wichtigsten Episoden der Weihnachtsgeschichte in sechs Sätzen darstellt. Die von Ramírez zu Texten von Felix Luna komponierten Stücke lehnen sich in Rhythmen und Melodik an lateinamerikanische Volkslieder an. Ganz ähnlich wie die Messe trägt auch „Navidad Nuestra“ die Weihnachtsgeschichte  in ihrer Sprache und Musik unmittelbar in die Herzen des Publikums.

Materialien: